So! nun will ich auch endlich mal was dazu sagen.
Es ist zur Zeit ein Drama mit anschauen zu müssen, wie das Grab von ARD und ZDF geschaufelt wird. Sie aus dem Netz zu halten - ihr Angebot auf nur sieben Tage beschränken zu wollen - Textangebote und Unterhaltung verbieten zu wollen - ist kein ernstgemeinter Versuch den Wettbewerb in Deutschland offen zu lassen.
Es geht darum ARD und ZDF für überflüssig zu erklären - nicht in fünf Jahren, nicht in zehn. Aber dann würde es langsam knapp werden.
Der Weg ist easy:
ARD und ZDF jetzt im Netz klein halten
in ein paar Jahren schauen, wen sie noch erreichen.
Noch ein paar Jahre später merken, dass sie kaum noch jemanden erreichen.
Abschalten.
Das ist nicht unrealistisch. Genügend Beispiele für Länder ohne öffentlich-rechtliche Programme gibt es auf dieser Welt.
Die USA zum Beispiel. Dort haben es die Medien Aufgrund ihrer zwanghaften Nähe zur Regierung (die vergibt dort die Sendelizenzen) nicht geschafft die Menschen ordentlich vor dem Irak-Krieg aufzuklären. Jetzt können alle auf Bush rumtreten, keiner ist mehr von ihm abhängig. Jetzt heulen auch die Medienmacher, dass sie so geblendet wurden.
In Deutschland ist es ähnlich. Die Länder sind für die Vergabe der Sendelizenzen zuständig. Wozu das führen kann, war bis vor wenigen Jahren in Baden-Württemberg zu sehen. Dort gab es mal einen landesweiten, privaten Fernsehsender (B.TV). Der war so regierungsabhängig, dass er am Ende zum neuen Sprachrohr von Erwin Teufel (damaliger BW-Ministerpräsident) wurde.
Zweiter Blick: Nachrichtlich gibt es nur ARD/ZDF und die Verlage mit einigen großen erfolgreichen Magazinen, Zeitungen (Spiegel, SZ, FAZ, Zeit). Privates TV und Radio kann man nachrichtlich vergessen. Wir würden nicht mehr erfahren was in der Welt passiert, würden ARD und ZDF im TV wegbrechen. Das wollen gerne die Verlage kompensieren, machen deshalb schon selbst Videoangebote und versuchen so Platzhirsch im Netz zu werden.
Es wäre jedoch nie rentabel. Und wenn es am Ende eh keine Konkurrenz mehr gibt, wozu noch drum kümmern?
Deshalb müssen Informationen und Nachrichten immer unabhängig von Rendite und Einnahmen sein. Und das kann nur ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk gewährleisten. Und ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist auch in ein paar Jahren nur noch stark, wenn er ins Netz geht. Denn schon bald gibt es keine Grenze mehr zwischen Internet und Fernsehen und Informationen werden vor allem unterwegs aufgenommen.
Tags: ARD, Rundfunkstaatsvertrag, Verlage, ZDF
Am Mittwochabend zeigt die ARD ein Feature zum Thema Internet, Online, Journalismus, blablablabla. Denn ihnen (der ARD) geht der Arsch massiv auf Grundeis. Der neue Entwurf zum Rundfunkstaatsvertrag sieht vor, dass 1. die ARD keine Unterhaltung mehr im Netz machen darf, dass sie 2. nur noch programmbegleitend online berichten darf und dass sie 3. die Inhalte nach sieben Tagen mehr oder weniger wieder löschen muss.
Dass das riesen Müll ist, dass somit die ARD im Netz nur schwer präsent sein kann, ist klar!
Aber nun versucht die ARD ernsthaft mit einem alten, röchelnden Sack, der kaum deutlich sprechen kann in ihrer gewohnt arroganten Art den Leuten zu erklären, warum das denn eigentlich so wichtig ist, dass die ARD im Netz massiv journalistisch vertreten ist.
Und wenn Herr Leif zurückgefletzt, eklig schwitzend und selbst angewidert von seinen Zuschauern in die Kamera raunt, warum man doch bitte dieses uninteressante Stück TV sehen muss, zeigt er auf einen Schlag ganz deutlich, was das Problem der ARD ist:
1. Sie ist nur mit sich selbst beschäftig.
2. Sie ist so arrogant, dass ihnen relativ egal ist, was der Zuschauer/Hörer/Nutzer denkt, solange die Kohle fließt.
3. Sie sehen sich so sehr als Platzhirsche, dass es einfach nicht in ihre verkalkten Schädel gehen will, dass sich kein Schwanz mehr für sie interessiert.
4. Sie können sich nur noch über ihre journalistischen Grundsätze retten - weil den Rest keiner sehen will.
5. Sie haben so sehr das Internet verpasst, dass sie jetzt im Jahre 2008 - kurz bevor alles zu spät ist - merken, dass da doch seit 15 Jahren irgendwas passiert wovon die alten Herren in ihren Gremien keine Ahnung haben.
Die können einem fast Leid tun. Zur Zeit beschäftigen sich in der ARD unzählige Gruppen mit dem Thema Onlinewelten. Man versucht sich mt Blogs, Podcasts, RSS-Feeds, Communitys, Angeboten noch und nöcher und hat eigentlich keinen richtigen Plan was die ARD online machen soll. Das ZDF hat erkannt, dass zumindest das Thema OnDemand funktioniert, politisch vertretbar ist und auch aktzeptiert wird.
Die ARD wollte dagegen die Mediathek schon im Herbst 2007 starten - bisher ist noch nichts zu sehen. In der Zwischenzeit haben es die einzelnen Rundfunkanstalten geschafft, ihre eigenen Mediatheken zu starten (siehe WDR, MDR, BR).
Laut neuem Rundfunkstaatsvertrag werden die Themen Unterhaltung und Service tabu für die ARD in Textform online. Es wird ein gepimpter Videotext mit vielen Videos und Dingen zum Nachhören.
Das grandiose ist: Es interessiert keinen. Die ARD veröffentlicht ihre Klickzahlen nicht. In der IVW-Wertung tauchen sie nicht auf. Grund: Es muss keine Werbung verkauft werden. Nachteil: Niemand weiß, ob die Angebote überhaupt genutzt werden. Und wenn ja, ob sie auch nur annährend mit dem RTL-Network oder dem Pro7-Network mithalten können.
Meine Meinung: Die ARD gehört ins Internet und auch sonst auf alle Plattformen, über die es Menschen erreicht. Derzeit interessiert sich zwar kein Mensch unter 60 mehr für das, was die Herren da machen, aber ein finanzierter journalistischer Ansatz muss sein, denn das was N24 und NTV verzapfen ist unter aller Sau! Und irgendwann werden auch die Generationen in der ARD ausgetauscht, vielleicht sitzen dann auch echte junge Menschen in den Rundfunkräten, die nicht nur ihre Macht ein wenig ausspielen wollen und sich für Randgruppen interessieren sondern die mal nachdenken, was den Einzelnen wirklich interessieren könnte.
Denn davon hat die ARD wenig im Angebot.
Tags: ARD, öffentlich-rechtlich, Klicks, online, Quoten, Rundfunkstaatsvertrag, ZDF
Nun regt sich der Niggemeier schon wieder darüber auf, dass die Süddeutsche irgendwas irgendwie komplett falsch dargestellt hat und es einfach nicht korrigieren will.
Oh mein Gott!
Wie gesagt, sein Bildblog ist wunderbar und die Korrekturleistungen von ihm und seinen Kollegen sind auch ehrenhaft. Aber es interessiert sich einfach kein Schwanz dafür. Und noch schlimmer: Es wird sich nie etwas dran ändern.
Jetzt könnte man kommen und sagen “ja aber wenn niemand was macht, kehren die Nazis zurück an die Macht, die freie Presse ist Teil unserer Demokratie und muss gepflegt werden”.
Hilfe! HILFE! HILFE!
Meint Ihr wirklich Ulla, 57, übergewichtig aus Mainz interessiert sich dafür, dass in BILD, Süddeutsche und bei RTL eigentlich nur wahnsinnig sinnloser Müll läuft, der auch noch grob falsch ist? Das ist ihr doch wurscht. Die interessiert sich dafür, wie sie ihre Telefonrechnung zahlt, wer ihr mal wieder die Fotze leckt und ob ihr Kind wirklich nur raucht oder auch kokst und von ihrem Vater gefingert wird.
90 Prozent dieser Rechercheleistung verpuffen und werden von Leuten aus dem System gelesen, die wissen, dass das System nicht funktioniert: Redakteure, Autoren usw.
Nehmen Sie sich wahllos einen Radiobeitrag, eine Dokumentation oder einen Zeitungsartikel. Suchen Sie eine Person, die direkt davon betroffen ist oder die wichtigste Person, die sich mit diesem Thema auskennt. Sie wird Ihnen eine Reihe von Fehlern, Unklarheiten, fehlenden Differenzierungen, Reflektionen und Seitenaspekten nennen können. Und sie wird sich darüber aufregen - selbst wenn es um die Fortpflanzung der gemeinen Hausmaus geht. Trotzdem interessiert sich kein Schwanz dafür.
Recherchierende Medien funktionieren nicht, haben noch nie funktioniert und werden nie funktionieren. Sie sind immer begrenzt durch die Denke der Autoren, den Platz in der Spalte, die Zeit bis zur Sendung. Selbst die ehrwürdige Tagesschau ist da keine Ausnahme. Die versuchen ernsthaft weltpolitische Zusammenhänge in 30 Sekunden plus 2 Minuten BmE zu erklären. Und keiner weiß danach mehr als vorher.
Medien sind instrumente durch und durch. Von A bis Z. Und das sollte einfach nur jedem klar gemacht werden. Mehrfach in jedem Schuljahr:
1. Egal, was ihr seht, zweifelt es an.
2. Wenn es Euch wirklich interessiert, leiht Euch Bücher ohne Ende aus und versucht alle Zusammenhänge zu sehen.
3. Journalisten sind Akrobaten des Halbwissens. Sie haben selbst keinen Plan und müssen sich auf zwei Quellen verlassen, die selbst Idioten verfasst haben, die keine Ahnung haben. Und selbst wenn sie dann Experten zu einem Thema suchen, heißt das nicht, dass irgendwas davon auch nur im Ansatz stimmt.
Dann könnte jeder einfach weiter seinen halbgaren Schwachsinn verzapfen. Niggemeier könnte wieder mehr vögeln und auch sonst hätten wir mehr Zeit für ein gutes Buch.
Journalisten regen sich darüber auf, dass bei DSDS kein Superstar ernsthaft gesucht wird. Aber wollen Zeitungen wirklich Nachrichten? Sie wollen vor allem eins: Gekauft werden!
Es ist alles nur ein großes, langweiliges Spiel.
Tags: Medien, Niggemeier, System
Ein unfassbares Volk, diese Blogger.
Denken tatsächlich - und wenn nur heimlich - sie könnten die Medien ersetzen. Print ist tot. Es lebe.. öhm der Print - also Blogprint. Blint.
Wer hat Euch eigentlich ins Gehirn geschissen?
Radio hat Print nicht tot bekommen!
TV hat hat Print nicht tot bekommen!
Das Internet hat Print nicht tot bekommen - und selbst wenn die Zeitung nicht mehr gedruckt wird, werdet Ihr wohl schwer gegen Spiegel, Holtzbrinck und Co. ankommen. Kommt auf den Boden ihr Deppen.
Ihr werdet allein nicht die Kraft der Recherche haben, ihr werdet es nicht zu dritt schaffen. Und wenn ihr zu vielt seid, seid ihr niemand anderes als ne ganz normale Redaktion.
Was soll dieses rumgeficke mit den Journalisten? Wollt Ihr versuchen ‘ne neue 68er im Netz zu gründen? Die ‘08er?
Ich versteh bis heute nicht was ihr wollt? Wollt Ihr Anerkennung? Ja mein Gott, reichen Euch die Kommentare des Spamvolkes nicht? Wollt Ihr Geld? Geht arbeiten! Wollt Ihr zeigen, dass Journalisten keine Ahnung haben? Dann tut es, aber es interessiert keinen Schwanz.
Wenn Herr Niggemeier aufzählt, wer alles die AFP Falschmeldung zum Thema “ARD + ZDF sollen nur noch untertiteln” verbreitet, heruntergenommen, verbessert oder sonstwas hat, ist das ja schicke Recherchearbeit. Aber wer liest das? 90 Prozent der Leute, die eh schon wussten, dass es eine Ente war? Die 67jährige Bild-Leserin aus Cottbus bestimmt nicht!
Wenn Ihr die Medienwelt revolutionieren wollt, bewerbt Euch BILD, Spiegel und ZEIT und macht den Job besser als die, die ihr verachtet.
Wir sind nicht in den USA, wo es keine gescheiten TVSender gibt, die keine gescheiten News bringen. Wir haben die ARD. Unsere Nachrichten haben ein seriöses Image. In Deutschland interessiert sich keine für eine zweite Meinung.
Wir können mit Blogs nicht den zweiten Mainstream stellen. Wir sind ein langweiliges Medienland und haben langweilige Konsumenten, denen jedes Fußballspiel immer immer immer immer wichtiger sein wird als die Klimakatastrophe vor der Haustür. Wer interessiert sich für eine bekloppte Falschmeldung zur ARD-Untertitelung? KEIN SCHWANZ!
Tags: ARD, BILD, Blogs, Medien, Niggemeier, Spiegel
Ich habe eine Top 3 der belanglosesten und selbstüberschätztesten Nutten-Branchen:
- Model-Szene
- Musik-Szene
- Medien-Szene - nicht zu verwechseln mit der Journalisten-Szene
Darunter kommt schon bald die Blogger-Szene, aber ich will nicht schon wieder anfangen mich darüber aufzuregen.
Wodurch zeichnen sich oben genannte Geldverdiener-Szenen aus?
- Auch ohne Schulabschluss, Ausbildung oder sonstiger Qualifaktion kann man es zum Oberficker bringen
- Wer viel fickt, kommt viel weiter.
- Niemand interessiert sich wirklich für die Menschen dahinter. Das Produkt ist immer größer und daran gehen die Menschen unter und schieben sich die heftigsten Sachen in Nase, Mund und Rektum
Und scheisse kann man da viel Geld verdienen. Man kann Millionär werden ohne auch nur irgendwas in seinem Leben getan zu haben als mit dem Arsch zu wackeln, Schwänze in den Mund zu nehmen und so zu tun als ob man Ahnung hat von dem, was man da macht.
Krankhaft. Schlimmsterweise bestimmen die oben genannten Szenen unserer Gesellschaft viel zu arg - kein Schwein der teilhabenden ist sich dessen bewusst. Die Boulevard-Deppen von der BILD, die Kameraschlampen von RTL, die Laufsteg-Bratzen von Gucci, die gehypte Nachwuchsband aus Essex. Keiner interessiert sich wirklich für sie und doch halten sie sich für die wichtigsten Menschen, die in den letzten 200 Jahren geboren wurden.
Woher kommt diese absolute Fehlreflektion der eigenen Schaffens- und Wirkenskraft? Liegt es am Koks? An den vielen Menschen, die so tun als ob sie einen gerne ficken wollen? Oder an diesem oberflächlichen Rumgeschleime? Vielleicht auch an den Ausweisen, Einladungen zu Privatpartys und Konzerten? Oder- und das sehe ich als Hauptgrund - weil sie genau wissen, dass sie die ganze Welt verarschen und sich dabei unheimlich cool vorkommen! Und: Sie glauben allen ernstes, dass sie um ihren Job beneidet werden.
Kommt alles von den Übermengen Koks und Alk auf den Parties in diesen Szenen. Die leben im Exzess ohne Bodenhaftung und knallen dann auf die Fresse - oder schaffen es ganz nach oben. Werden BILD-Unterhaltungschef, RTL-CvD für Exklusiv, Supermodel oder eine Nummer 1 für drei Wochen.
LASST ES EUCH GESAGT SEIN: IHR SEID NIX! NULLEN! KLEINE UNBRAUCHBARE PISSNELKEN!
Ihr werdet immer im Schatten Eures eigenen Produktes stehen, obwohl ihr immer vom Publikum bejubelt werden wolltet. Ihr würdet sogar bei 9live moderieren damit Eure Fresse nicht verloren geht, ihr spielt auch auf der Jahresparty von OBI, um nicht aus der Presse zu geraten. Aber das leugnet Ihr natürlich solange ihr noch irgendwo mitschwimmt.
Fickt Euch!
Tags: BILD, Huren, Medien, RTL, Stars, Topmodels
Keine Ahnung, was ich von Blogs halten soll. Ich weiß es wirklich nicht und es ist mir auch scheiss egal. Aber diese ganze Sphäre regt mich auf.
Als ich DEN “Web 2.0″ Film gesehen hab, hat es mir nach sagenhaften 28 Sekunden gereicht. ENDLICH hab ich kapiert, warum mir das alles so wahrig suspekt vorkommt. Diese Wichtigtuer-Blogs, diese Blogger, die bloggen, weil ihnen anders niemand zu hört. Oder die ganzen Journalisten, die jetzt bloggen, weil sie endlich ihre unwichtige Meinung tagtäglich und ohne Filter auf die wabernde Masse der Welt ablassen können.
Und es gibt sogar noch Menschen, die sich täglich damit auseinander setzen. Tatsächlich. Die jeden verdammten Blog lesen.
Zur Klarstellung: Ich lese auch Blogs. Musikblogs, Gossipblogs, PC-Blogs, Apple-Blogs. Weil ich da einfach jede Menge Infos und Tipps und anderes, brauchbares Zeug bekomme. Und ab und an lese ich Blogs, die sich mit nichts anderem beschäftigt als - und jetzt kommt der KNALLER - BLOGS!
Was für eine abgefuckte Scheisse.
Ich sag Euch warum.
- Es interessiert keinen Schwanz, was ihr denkt - außer Euch selbst und die, die denken ihr habt recht und die, die denken ihr seid die größten Idioten.
- Es interessiert wirklich keinen Schwanz. Wenn ihr auf die Straße zu Aldi geht, dann müsst ihr gottverdammt noch mal genauso wie ich in der Schlange warten und auf dem Klo wischt Ihr Eure Ärsche auch nicht mit Seide ab.
- Ihr kommt darauf nicht klar, dass es eigentlich keinen interessiert.
Ich muss sagen, ich finde es gut, wenn Bildblog, DonA., Niggemeier und andere Konsorten die “alten” Medien mal ordentlich zum Kapser machen. Zeigen, dass da halbgare Vollspacken sitzen, die zu wenig Geld bekommen und deswegen keinen Bock haben und Scheisse verzapfen (Ausnahmen ausgenommen). Ich liebe Medienblogs!
Aber wenn die oben genannten Konsorten dann plötzlich WIEDER über Blogs reden - über deren Sinn, Aktzeptanz, der Fülle an Idioten, die Blogger und Journalisten - dann kotze ich!
Und Journalisten kotzen, weil sie plötzlich beobachtet werden. Bisher hat es keinen Schwanz interessiert, was an Leserbriefen reinkam. Wenn Kritik geübt wurde, wenn aufmerksame Lesern, Hörer, Zuschauer Fehler entdecken und in der Leser/Hörer/Zuschauerredaktion anriefen. Ablage P! Der Nutzer sollte das Produkt kaufen, sein Gehirn abschalten und die klappe halten.
Aber jetzt sind es offene Leserbriefe, die die Welt erreichen. Die Medien haben jemanden, der sie beobachtet und öffentlich anzweifelt. Zu Recht! Es wird zu viel Schrott geschrieben und gesendet. Endlich zeigt sich mal, dass wir doch keine reflektionslosen Idioten sind, die alles schlucken, was uns erzählt wird.
Und dann beginnen diese Blogger mit dem selben Scheiss. Sie finden Neu-Blogger langweilig, halten sie für Nachahmer und würden ihnen am liebsten ein Flugticket nach Kambotscha geben um nicht mehr von ihnen belästigt zu werden.
Dieser Film erinnert mich in den ersten 28 Sekunden an etwas aus Ende der 90er/Anfang 00er. CHATTERTREFFEN! Da waren Menschen, die die, die sich jetzt auf Bloggerkonferenzen treffen, damals für Freaks gehalten haben - weil sie damit nicht klar kamen. Unkontrolliertes willenloses Schreiben in irgendwelchen CHATRÄUMEN.
Die Blogger haben keine Chaträume, sie wollen keine gleichwertige Diskussion. Sie wollen, dass ihre Meinung ganz oben steht, weil sie wissen, dass die Kommentare eh kein Schwanz liest.
Das faszinierende: Ich schreibe nun selbst über Blogs. Es war gar nicht so schwer - ich darf in der Anonymität, hinter einem Pseudonym und hinter einem Charakter, den ich kurzfristig erschaffen habe und der in Teilen von meiner echten Meinung abweicht, schreiben, wovon ich denke, dass es mal geschrieben werden sollte.
Tags: Blogger, Blogs, Journalisten